Das Schwein und die Acidglückswurst
Das Schwein von Frau N. und das auf einem Goa-Rave von Frau G. erschlichene und hernach Acidglückswurst getaufte Plastikdingens haben reichlich ihren Dienst getan, als Frau Ana am letzten Freitag ihre Abschlussklausur schreiben musste. Zwar blieben die beiden unten im Sekretariat in der dunklen Tasche, versprühten aber soviel gutes Karma auf das Fundament, dass es bis in den zweiten Stock reichte, wo Frau Ana gerade die Funktion der Musik in Heinrich von Kleists “Die heilige Cäcilie” in hübsche Worte zu verpacken suchte. Kleist hat sich übrigens am Kleinen Wannsee zusammen mit Henriette Vogel im Jahre 1811 das Leben genommen - mit einem Dolche, was nicht wundert, weil das offenbar schwer angesagt war damals, so im romantischen Kontext. 34 Jahre jung war er, nur 6 Jahre jünger als Kafka, das alte Haus, starb, der heute seinen 125. Geburtstag feiern würde, wenn er nicht schon tot wäre.
Schwein [rechts] und Acidglückswurst [links]

Frau Ana hat das Gebäude verlassen

[UPDATE]: Eine eingehendere Recherche hat ergeben, dass Heinrich von Kleist sich nicht erdolcht, sondern erschossen hat. Soviel Sorgfalt muss schließlich sein [nicht die Tötungsart - die Recherche selbstverständlich]!
Gewonnen!
Jaaaaa! Ich hab gewonnen! Noch nie hab ich was gewonnen - außer das eine Mal, als ich elf war und für den Malwettbewerb auf der Kinderseite in einer der Klatschzeitungen, die meine Mutter immer las, einen Hasen malte mit Buntstiften in verschiedenen Brauntönen. Mein Gewinn war ein Tierbuch - “Die Tiere zuhause” - und da stand alles drin über Hunde und Katzen und Fische und ihre Haltung und Pflege. Etwa alle drei Wochen bin ich dann im nächsten Jahr regelmäßig zu meinen Eltern gegangen und wollte sie mit fachkundigen Argumenten zu einem Goldhamster, Aquarium, Wellensittich, aber am allerliebsten einem Hund überreden. Natürlich hab ich nichts davon bekommen.
Aber zurück zu meinem Gewinn. Ein liebliches Paket mit liebevoll hergestellten Kleinigkeiten von Frau Liebe - meiner Lieblingsnäh- und bastelbloggerin - das ist es geworden. Frau Ana ruft “danke!” und der Kerl grinst und meint: “Das ist ja eine richtige Parallelgesellschaft, die ihr da pflegt.”
Mind Map 6.0
Thema: Heinrich Heine “Romanzero. Drittes Buch. Hebräische Melodien” [1851]

Mind Map 5.0
Thema: Wilhelm Hauff “Der Zwerg Nase” [1826]

Mind Map 4.0
Thema: Franz Grillparzer “Das Kloster bei Sendomir” [1828]

“Ein frohbuntes Schamlosigkeitsbehältnis”
Die große Elfriede Jelinek äußert sich zu Amstetten. Wenn nicht die, wer dann, und was da rausgekommen ist, ist ein Stück politische Prosa, das heißt Die Verlassenen und ist ein punktloses Plädoyer für Frauenrechte, die übrigens auch Menschen sind. Lesen!




