Please jump over

Ich bitte um restlose Streichung dieses Tages aus Raum- und Zeitkontinuum. Nicht sehr hilfreich, dass gerade dieser Post dafür sorgen wird, DASS er nie aus meinen Gedächtnis gestrichen wird, vorausgesetzt das Internet löst sich nicht doch auf, bevor ich jeglichen Blog-Content für die Nachwelt sichern konnte. Was war geschehen? Zuvördert und sowieso am schwersten der fortschreitende Verfall des Zellkonstruktes, der sich mein Körper nennt. Mit nunmehr 28 Jahren, 2 Monaten und einem Tag hat er [also, der Verfall] jenes Stadium erreicht, in dem ein sorgloser Tag nicht mehr möglich ist, wenn man am Abend davor zwar keinen Alkohol zu sich genommen, dafür aber 6 Stunden in einem ordentlich verrauchten, sozialkitverschmierten Raum verbracht, erst um fast 2 Uhr ins Bett gefunden hat und nur knapp über 6 Stunden später aus eben jenem sich wieder erheben musste, um das zu tun, was man so macht, wenn man weder reiche Eltern noch einen Studienabschluss besitzt. Das Einzige, was ich heute richtig gut konnte, war Starren, wahlweise in den erschreckend ereignis- und kommunikationslosen Seminarraum, in den Computerbildschirm oder aus dem Zugfenster. Weitere Haken auf meiner Scheißtagliste bestehen aus einer von bösen Geistern besessenen Espressomaschine, drei Minuten nach 9 Uhr morgens, einem ohne Informationserfolgung nicht durchgeführten Donnerstagabend-Seminar, für das ich extra die Stadt verlassen hatte, und einer schnippischen Suppenverkäuferin, die sich weigerte, ein 30qm großes Gebiet hinter der Theke nach einem für mich abgegebenen Päckchen zu durchsuchen, mir dafür aber in Aussicht stellte, dass ihre Kollegin, die es angenommen, vielleicht auch mit zu sich nach Hause getragen hatte, eventuell aus Diebstahlsicherungs-, oder anderen, mir vollkommen unverständlichen Gründen. So ganz uneigentlich machte es mir richtig viel aus, morgen nochmal vorbeizukommen, aber wie immer hinterließ Nick Hornby, das blöde Arschgesicht, seine hässliche Fratze an der weiß getünchten Wand. Gerüchteküche ist sowieso ein selten dämlicher Name für eine Eintopfverköstigungsstelle.

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