Tag der Bibliotheken
Jetzt bin ich nicht besser, als all die Idioten, die im Radio zwar die Neueröffnung der Anna-Amalia-Bibliothek angekündigt, aber völlig unter den Tisch haben fallen lassen, dass der 24. Oktober auch Tag der Bibliotheken ist. Und ich bin deshalb nicht besser, weil ich gestern [also heute] keine Zeit hatte, und deshalb diesen Post VORdatiere, damit ich so tun kann, als wäre heute gestern. Das ist fast so gut, wie der von Horst Evers erfundene Bäckerei-Dialog: “Hallo, ich hätte gerne schon heute für morgen ein Brot von gestern!”
Jedenfalls, Tag der Bibliotheken. Was soll man noch sagen? Geht da rein, Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Rentner, Privatpersonen, Studierende. Macht was daraus, Angestellte, und tut nicht immer so, als wäre es irgendwie anzüglich, sich selbst zu präsentieren und Leute begeistern zu wollen. Und ihr da im Bundesministerium für Bildung und Forschung - mehr Geld, bitte!
Ich will im Zuge dessen auch mal eine Lanze für die Ausbildung zur Bibliothekswissenschaftlerin brechen. Ja, das kann man studieren. Nein, ich lerne nicht nur, ein Wägelchen zwischen den Regalen durchzuschieben und Leute streng anzusehen, wenn sie ein Buch selbstständig zurückstellen, ohne die Systematik zu kennen. Ja, ich lerne noch ganz viele andere Sachen, nämlich Bibliotheks- und Buchgeschichte, Bibliothekssysteme in den verschiedenen Ländern, Katalogisierung nach wissenschaftlichen Standards, BWL, Öffentlichkeitsarbeit, Informationstechnologie, Ermitteln, Verwalten, Präsentieren und Vermitteln von Information, kurz, alles, was mir dabei hilft anderen zu helfen. So super google auch ist, gute Bibliotheken kann es nicht ersetzen.
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One Response to “Tag der Bibliotheken”
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Hallo
Besser einen Tag zu spät gemerkt als gar nicht…
Ich glaube es gibt inzwischen so viele Leute, die nur noch Google kennen und keine Bibliotheken mehr, so dass ich den Aufruf zur Ausbildung zur Bibliothekswissenschaflerin nur unterstützen kann. Bibliothekswissenschaftler ist auch o.k.